Van Goghs Pinselstriche

Nach eingehender Beschäftigung mit dem Werk des Künstlers waren wir von der Einfachheit der Pinselstriche in seinem berühmten Gemälde „Weizenfeld mit Schnitter“ beeindruckt. Diese Pinselstriche dienten als Grundlage für die neue visuelle Identität einer der meistbesuchten Kunstsammlungen der Welt, des Van-Gogh-Museums

Van Gogh – das Werk und die Person

Das Van-Gogh-Museum in Amsterdam besitzt die weltweit größte und bedeutendste Sammlung von Gemälden und Zeichnungen Van Goghs, die es auch zu einem der meistbesuchten Museen der Welt werden ließ.

Auftrag war die Konzeption einer Markenidentität für das Van-Gogh-Museum, die es viel enger mit dem Menschen Van Gogh und seinem Werk verbinden sollte.

Die große Herausforderung bestand darin, eine visuelle Identität zu entwickeln, die auf den ersten Blick Assoziationen mit Van Gogh weckt, ohne die Integrität seines Werks zu beeinträchtigen, das ohnehin schon von faden Kopien und kommerziellen Interpretationen überlagert wird.

Zusammen mit Kuratoren des Museums sichteten wir wochenlang seine Werke und mussten feststellen, dass wir immer wieder zu seiner Pinselführung und Farbgebung zurückkehrten. Schließlich wählten wir eine seiner repräsentativsten Arbeiten aus, Weizenfeld mit Schnitter, und vergrößerten und abstrahierten die Pinselstriche. Bei der Wahl der vier Primärfarben für den Hausstil haben wir uns auf zwei weitere seiner bekanntesten Werke, Sonnenblumen und Mandelblüten, gestützt. Acht Sekundär- und Ergänzungsfarben zur Corporate Identity stammen aus verschiedenen Schaffensperioden des Künstlers.

Ein weiterer Grund für die Entwicklung einer neuen Markenidentität war die Veröffentlichung von Van Goghs persönlichen Briefen und Notizen in zwei Bänden – wir verwendeten ebenfalls Zitate aus ihnen.

„Das Bild kommt zu mir wie in einem Traum“
Im Hausstil werden ebenfalls Zitate aus den persönlichen Briefen Van Goghs verwendet, wodurch die Markenidentität noch intimer wird.

Wir bemühten uns, so nah wie möglich bei Van Gogh zu bleiben und so wenig wie möglich selbst zu gestalten oder zu interpretieren. Das vielleicht strittigste Element war die Grundlage für das Logo, der Name des Museums in einer schwarzen Fläche. Wir haben dies eingehend getestet, da es seltsam erschien, eine schwarze Fläche als Logo für einen Maler zu wählen, der für seinen Gebrauch von Farbe berühmt ist. In jedem Panel-Test wurde jedoch schnell deutlich, dass es nicht darum ging, mit Van Gogh zu konkurrieren, sondern vielmehr darum, eine klare Unterscheidung zwischen dem Werk und dem Auftraggeber (Branding) zu machen.

Ausgehend von diesen schlichten Grundelementen wurde der Hausstil für sämtliche Bereiche entwickelt und ist bis heute so aktuell wie das Van-Gogh-Museum selbst.

Wir haben unsere Geschichte um neue Elemente erweitert und vertieft, um das Erbe Van Goghs und die damit einhergehende Inspiration an neue Generationen weiterzugeben.

— Axel Rüger, Direktor Van Gogh Museum

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